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Suzuki

Katana jetzt ab € 12.990.- / VFM / Demobikes L9

Suzuki erweckt eine Legende von den Totgeglaubten. Die ursprüngliche GSX1100S Katana kam 1981 auf den Markt und war schon damals ein Hit. 36 Jahre später, auf der EICMA 2017, wurde das KATANA 3.0 CONCEPT vorgestellt - ein Motorrad, das bereits sehr an ihre Urahnin erinnert hat. Mit eckigem Scheinwerfer und scharfen Linien verbindet sie die Erinnerungen der 80er Jahre mit der modernen Technik von heute und wirkt wie ein vielversprechender Retro-Sporttourer.

Motor und Auspuff erfüllen Euro 4

Der 150 PS (110 kW) starke Reihen-Vierzylinder der Katana stammt direkt von der 2005-2008 GSX-R 1000. Für die neue Katana wurde der Vierzylinder für die Straße abgestimmt und soll damit eine weichere Gasannahme und ein breiteres Drehmomentband bieten. Auch das von der Gixxer bekannten Ansauggeräusch und der Auspuffklang wurden für das neue Modell überarbeitet. Wie so manch andere Suzuki verfügt die Katana auch über die "Low RPM Assist", die beim Losfahren durch eine automatische Anspassung der Drehzahl das Absterben des Motors verhindert.

 

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Der Auspuff der neuen Suzuki Katana endet bereits neben der Schwinge, was der Zentralisierung der Massen hilft und optisch deutlich schöner ist, als auf der aktuellen GSX-R 1000. Das Abgasgehäuse inklusive Katalysator befindet sich nämlich unter dem Motor, weshalb der Endschalldämpfer sehr kompakt bleiben kann und das System die Abgasnorm Euro 4 erfüllt.

Der Motor leistet unverändert 150 PS und auch das Drehmoment bleibt mit 108 Nm unverändert. Neben dem klar-kantigen Design fällt ein neues großflächiges LC-Display auf, eine geschwärzte Auspuffanlage, ein seitlicher Kennzeichenhalter und Dunlop-Reifen mit einem besonderen Profil, das aussieht wie mit dem Schwert in den Gummi geschlagen. 

Die 43mm Upside-Down Gabel von Kayaba, die über einen Federweg von 120mm verfügt und vollständig einstellbar ist. Das Federbein im Heck mit 63mm Federweg ist auch einstellbar, jedoch nur in der Zugstufendämpfung und der Federvorspannung. Für Verzögerung sorgen in der Front zwei 310mm Bremsscheiben mit Brembo Monoblock Bremssätteln, die auch auf der aktuellen GSX-R 1000 verwendet werden und mit einem Bosch-ABS-System ausgestattet sind. Als Bereifung verwendet Suzuki den Dunlop Sportmax Roadsport 2 in den Dimensionen 120/70Z R17 vorne und 190/50Z R17 im Heck.

3 Traktionsmodi

Die neue Suzuki Katana verfügt über drei Modi, um die Traktionskontrolle zu steuern. Das System überwacht permanent die Vorder- und Hinterradgeschwindigkeit,die Drosselklappenposition, die Kurbelwellenposition und die Gangstellung. Es reduziert die Motorleistung, wenn das Durchdrehen der Räder erkannt wird, indem der Zündzeitpunkt und Luftzufuhr angepasst werden. Die Kontrolle erfolgt über einen Mode-Schalter am Lenker und lässt vier Einstellungen zu:

Modus Empfindlichkeit Passende Bedingungen
OFF - -
1 Niedrig sportliche Fahrt, gute Straßenbedingungen
2 Mittel Stadtfahrten, normale Straßenbedingungen
3 Hoch nasse oder kalte Bedingungen

Ausstattung

Ein Ausstattungsmerkmal, welches bereits auf anderen Suzuki Modellen zu finden ist, ist das Easy Start System. Sobald der Startknopf kurz betätigt wird, dreht sich der Startermotor selbstständig, bis der Vierzylinder der Katana anspringt. Das System hat auch den Vorteil, dass der beim Startprozess nicht die Kupplung gezogen werden muss, solange sich das Motorrad im Leerlauf befindet.

Der schwarze LCD-Display mit weißer Beschriftung wurde exklusiv für die Katana entwickelt und erinnert mit dem japanischen Logo und einem kleinen Samurai-Schwert immer daran, auf welchem Bike man sich gerade befindet. Den ersten Bildern nach zu urteilen wirkt es sehr aufgeräumt und sollte während der Fahrt gut ablesbar sein. Die verfügbaren Anzeigen umfassen:

  • Geschwindigkeit
  • Drehzahl
  • Gesamtkilometer
  • Zwei Tripzähler
  • Lap Time
  • Ganganzeige
  • Schaltblitz
  • Wassertemperatur
  • Reichweite
  • Durchschnittsverbrauch
  • jetziger Verbrauch
  • Modus der Traktionskontrolle
  • Tankfüllstand
  • Uhr
  • Batterieanzeige

1000PS Testbericht

Suzuki startet voll durch und interpretiert das Thema "Retro" auf ganz eigene Weise - während sich nämlich alle anderen Hersteller auf den Stil der 1960er und 70er stürzen, gräbt Suzuki nun erstmals die 80er-Jahre aus und bringt uns die legendäre Katana in Neuauflage zurück. Ein modernes Motorrad, das durchaus das Zeug dazu hat, einen neuen Trend zu setzen!

Die letzten werden die ersten sein - ein Spruch, der mit Weisheit nicht allzu viel zu tun hat, denn mal stimmt er, mal nicht. Manchmal ist es ja ganz offensichtlich und bedarf eigentlich keines wichtigen Spruchs, etwa beim Shuttlebus zum Flieger auf Außenposition: Ja, die letzten, die in den Bus hineingepfercht werden, steigen auch als erste wieder aus. Eine tolle Weisheit. Doch manchmal passt der Spruch doch ganz gut, wie etwa nun bei der Suzuki GSX-S1000S Katana, mit der die Japaner das Thema Retro neu aufrollen.

Suzuki hat lange gezögert – und setzt nun mit der neuen Katana einen Trend

Man kann nur schwer leugnen, dass Suzuki einer jener Hersteller ist, der sehr lange zögert, bis er auf einen Zug aufspringt - immerhin könnte der Zug ja ins Nirgendwo führen und da sind Japaner schon eher vorsichtig. So mancher andere Hersteller ist da viel experimentierfreudiger und springt ganz gerne auf Züge auf, die ins Unbekannte steuern. Und manchmal wird man dafür dann eben belohnt, wie es die Retrowelle nach wie vor beweist. Suzuki war in dieser Sache äußerst zaghaft, außer der überraschend stark an die erste SV650 angelehnten Neuauflage mit Rundscheinwerfer und der daraus entwickelten SV650X, die sich lediglich mit ihrem Cafe Racer-Lenker und gelungen altmodisch wirkender Sitzbank noch weiter in den Retro-Bereich wagte, war da bisher nicht.

Suzuki wagt mit der GSX-S1000S Katana als erster den Schritt zurück in die 1980er

Nun sind die Letzten aber tatsächlich die Ersten, als absoluter Vorreiter wagt es Suzuki mit der neuen Katana nun erstmals, eine Ikone der 1980er wiederaufleben zu lassen. Ob der Plan aufgeht, wissen wir alle noch nicht, aber was die Japaner da auf die Räder gestellt haben, hätte durchaus das Zeug dazu, einen neuen Hype zu starten. Grundlage dafür musste natürlich ein Bike sein, das von Anfang an die Welt bewegte, ich schätze, dass 90 Prozent der Motorradfans die Ur-Katana ultrageil fanden, der Rest fand sie hässlich. Eine gute Basis für eine Stilikone.

 

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Mission Katana erfolgreich abgeschlossen!

Die Kunst war es nun, für die neue Katana die typischen Stilelemente heraus zu arbeiten, ohne eine moderne Formensprache zu verweigern. Wobei die frühe Katana ohnehin ihrer Zeit weit voraus war und es den Designern somit relativ leicht machte. Daher darf die Mission Katana als erfolgreich gewertet werden, man verstrickte sich nicht zu sehr in einer 1:1-Kopie des Originals, sondern lässt eben auch moderne Elemente zum Zug kommen. Allerdings hielten die Designer wie schon beim Original an der betont schlanken Form im Tankbereich fest, was wiederum zu einem eingeschränkten Tankvolumen von nur 12 Litern führt. Das Tankstellennetz sollte also schon alle 200 Kilometer eine Nachfüllung ermöglichen. Da die Katana aber ohnehin nicht unbedingt für Weltreisen in die entlegensten Winkel konzipiert ist, wird es sich vor allem in unseren Breiten gut ausgehen und man hat sogar öfters die Möglichkeit, sein Schmuckstück an der Tankstelle dem begeisterten Publikum zu präsentieren.

Erstaunlich bequeme Sitzposition auf der neuen Suzuki GSX-S1000S Katana

Die Fähigkeit, durch die Optik zu beeindrucken ist bei einem Motorrad aber bekanntlich nur die halbe Miete, das Gerät sollte auch ordentlich Fahrspaß machen - umso mehr überrascht an der GSX-S1000S Katana, dass die Sitzposition sehr entspannt und bequem ausfällt. Die Sitzhöhe steigt gegenüber der Basis, der nackten GSX-S1000 um 10 Millimeter auf 825 Millimeter, was einen richtig angenehmen Kniewinkel bewirkt und der hohe Lenker tut sein Übriges dazu, dass man angenehm aufrecht mit einer leicht sportlichen Neigung nach vorne auf der Katana sitzt. Den hohen Lenker verdanken wir ganz beiläufig der Tatsache, dass es die Suzuki-Ingenieure nicht wagen wollten, der Katana einen noch geringeren Einschlag als bei der GSX-R1000 zu gönnen. Daher wirkt der hohe Lenker beim ersten persönlichen Rendezvous mit der Katana ungewohnt hoch, passt aber im Endeffekt zu dieser gelungenen Neuinterpretation eines Klassikers aus den 80er-Jahren.

Ein Vierzylinder-Triebwerk der alten Schule – optimal für die neue Katana

Als restliche Basis dient, wie schon erwähnt die GSX-S1000, deren 999 Kubik großer Reihen-Vierzylinder auch bestens in die Katana passt. Ein souveräner, kräftiger Antritt von unten und eine bauchige Mitte sind die Stärken dieses Triebwerks, das von der legendären Suzuki GSX-R1000 der K5-Baureihe abstammt. Als Superbike-Motor macht er natürlich auch im oberen Drehzahlbereich Spaß, zumal die Spitzenleistung von 150 PS bei 10.000 Touren und das maximale Drehmoment von 108 Newtonmeter bei 9500 Umdrehungen anstehen. Die Nutzung der Power im unteren und mittleren Bereich macht aber nicht minder Spaß auf der doch komfortorientierteren GSX-S1000S Katana.

Die Suzuki GSX-S1000S Katana erlangt schnell das Vertrauen des Fahrers

Auch das Thema der etwas aggressiven Gasannahme bei der GSX-S1000 nahmen sich die Techniker bei der Katana vor, da dieses Modell noch nicht über Ride-by-Wire verfügt, ließen sich die findigen Ingenieure einfach eine mechanische Lösung einfallen, die den Gasgriff progressiv anlenkt und so ein harmonischeres Ansprechverhalten erzeugt. Nun, ganz zahm und sanft ist damit der Antritt auch bei der Katana nicht geworden, aber das entspricht durchaus dem sportlichen Anspruch, den dieses Modell hat. Denn auch das Handling und die Fahrwerksabstimmung erlauben flottes Andrücken, ohne dabei den nötigen Komfort zu vergessen. Es ist einfach alles sehr präzise, ohne etwaiges Einkippen oder Unruhe im Fahrwerk - wie man es eben von einem japanischen Motorrad, im Speziellen von einer Suzuki erwartet und erwarten darf. Selbst der dicke 190er-Hinterreifen schafft es nach wenigen Metern, das Vertrauen des Fahrers zu erlangen und erlaubt damit eine gelungene Kurvendynamik. Woran, wie schon erwähnt, auch der relativ breite, optimal positionierte Lenker seinen Anteil hat.

Überschaubare Elektronik-Features an der neuen Suzuki GSX-S1000S Katana

Das Thema Elektronik ist, anders als bei vielen anderen Herstellern, recht schnell abgehandelt, ein herkömmliches ABS und eine dreifach verstellbare, sowie komplett abschaltbare Traktionskontrolle sind mit an Bord. Letztere hatte ich während der ersten Auffahrt auf der abgesperrten Bergstraße nahe Kyoto noch abgeschaltet (nicht absichtlich, wenn ich den erwische, der sie deaktiviert hat...), konnte aber selbst auf nasser Fahrbahn heftig ans Gas gehen, ohne dass die Reifen Schwächen gezeigt hätten. Somit auch ein Lob an Dunlop für den neuen Roadsport 2, der sich gekonnt zwischen dem tourenorientierten Roadsmart 3 und dem sportlicheren Sportsmart positioniert. Warum ein völlig neuer Reifen gleich vom Start weg als 2. Version benannt wird, ist allerdings kein Marketing-Schmäh, sondern liegt schlicht und ergreifend daran, dass es den Roadsport in Japan und den USA bereits gab und die zweite, verbesserte Version nun auch zu uns nach Europa kommt.

Die neue Suzuki GSX-S1000S Katana mit der Bremspower der aktuellen GSX-R1000

Rein gar nichts zu meckern gibt es auch an den Bremsen, die beiden 310er-Scheiben an der Front verfügen über radiale Vierkolben-Monoblockzangen von Brembo - die gleichen, die auch auf der aktuellen GSX-R1000 ihren Dienst verrichten. Aber keine Angst, die Anlage ist weit entfernt von brachialer Wirkung und glänzt stattdessen mit bester Dosierbarkeit und ordentlicher Wirkung. Es geht aber doch noch besser, zwar nicht in Sachen Wirkung aber in Sachen Optik – als Zubehör für die neue Katana können rote Brembo-Zangen geordert werden, die im Zusammenspiel mit einigen anderen Möglichkeiten, die Katana noch hübscher zu machen, richtig gut zur Geltung kommen. Wer im Übrigen eher auf einen verwegenen Auftritt steht, kann die Katana nicht nur im klassischen Silber, sondern auch in Schwarz ordern.

Mit dem coolen Look der neuen Katana kann die nackte Schwester nicht mithalten

Insgesamt muss man Suzuki gratulieren, die erste Interpretation eines Retro-Bikes im Stil der 1980er-Jahre ist absolut gelungen – sowohl technisch als auch optisch. Als Stilikone könnte die Katana sogar einen neuen Trend starten. 

Fazit: Suzuki GSX-S1000S Katana

Gleich vorweg, die neue Suzuki GSX-S1000S Katana basiert auf der nackten GSX-S1000 und überzeugt daher in all ihrer Qualität und ihren inneren Werten einer typischen japanischen Maschine. Die Katana hat zusätzlich optisch das Zeug zum Klassiker, immerhin ist sie die erste, die den Stil der 1980er-Jahre aufgreift. Die Sitzposition ist erstaunlich bequem und der hohe Lenker erlaubt eine angenehme Kontrolle. Mit ihrer niedrigen Frontverkleidung wird sie zwar nicht zu einer ausgeprägten Tourenmaschine, geht aber durchaus als Crossover-Bike durch, das die Bereiche Retro, Naked und Touring ausgezeichnet miteinander verbindet.

Vorteile

  • Kräftiger und souveränder Reihen-Vierzylindermotor
  • absolut eigenständige Optik
  • bequeme Sitzposition
  • einfaches Handling
  • dreifach verstellbare Traktionskontrolle
  • super Bremsanlage

Nachteile

  • Wenig Elektronik-Features
  • relativ hoher Preis gegenüber der Basis GSX-S1000

 

Quelle: 1000ps.at

Technische Daten

Tags: Suzuki

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